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Perlen-Weben - Schritt für Schritt erklärt

Hier könnt ihr Schritt-für-Schritt lernen, wie man aus Perlen mithilfe der Webtechnik Armbänder etc. anfertigen kann.
Inhalt:
Material: Webrahmen
Material: Weitere Utensilien
Grundlagen
Einen Webrahmen selbst herstellen

Material: Webrahmen

Webrahmen kann man in Bastel- und Spielzeuggeschäften oder im Internet kaufen. Es gibt sie aus Holz, Kunststoff oder Metall. Was für einen Webrahmen man selbst bevorzugt, ist reine Geschmackssache, da sie alle gut zu benutzen sind und die grundlegenden Mechanismen beinhalten:
Man kann die Fäden in eine Art „Kamm“ einspannen. Auf einer Seite befestigt man die Fäden, auf der anderen Seite werden sie nur straff eingespannt, sodass man theoretisch auch sehr lange Bänder weben kann.
Aus einem Schuhkarton oder auch nur einem Stück Pappe kann man aber auch ganz einfach selbst einen Webrahmen basteln.

Webrahmen aus Plastik
Diese Webrahmen kann man von verschiedenen Herstellern bekommen. Sie sind in Einzelteile zerlegbar, leicht, schnell aufgebaut und bieten einige gute Extras.
Die Kämme sind meistens recht grob gezahnt (größere Lücken zwischen den Zähnen), trotzdem kann man gut damit arbeiten.

Mithilfe der drehbaren Walzen kann man sehr lange Bänder anfertigen. Ein kleines Stück Plastik rastet an jeder Zacke im Zahnrad ein, um die Position zu fixieren.

In den Walzen gibt es einen Schlitz, in den man einen Schieber einrasten lassen kann, mit dem man die Fäden während der Arbeit gespannt hält.

Webrahmen aus Holz
Bei den meisten Holz-Webrahmen sind die Zähne der Kämme enger gefasst. Dadurch kann man breitere Bänder weben. Auch hier gibt es an einem Ende ein Brettchen, um dass man den fertigen Teil des Bandes wickeln kann.
Wenn man möchte, kann man das Holz verleimen, dadurch wird der Rahmen extrem stabil.
Webrahmen aus Metall
Es gibt auch Webrahmen aus Metall. Diese bestehen oft nur aus dem groben Rahmen, ohne besondere Befestigungs-Extras. Sie erfüllen ihren Zweck und sind sehr stabil.

Material: Weitere Utensilien

Garn und Nadel
Für Armbänder eignet sich ganz normales Nähgarn. Dieses gibt es preiswert in vielen Farben, sodass man das Garn an die Farbe des jeweiligen Motivs anpassen kann.
Wer möchte, kann aber auch Nylonfaden benutzen. Dann benötigt man mitunter keine Nadel mehr, da der Faden stabil genug ist, um von selbst durch die Perlen geschoben zu werden.
Im Fachhandel gibt es spezielle Nadeln zum Perlenfädeln. Diese sind besonders schmal, sodass sie gut durch die kleinen Öffnungen der Rocailles passen. Ihr Nadelöhr zieht sich meist über die gesamte Nadel, sodass das Einfädeln sehr einfach ist.
Ich habe früher mit einer ganz gewöhnlichen, schmalen Nähnadel gearbeitet. Diese passte gut durch Rocailles mit einem Durchmesser von 2,6mm. Schwierig wird es nur, wenn man häufiger durch dieselben Perlen fahren muss oder mal eine unregelmäßige Perle mit kleiner Öffnung dabei hat.

Perlen
Für das Perlenweben sollte man sehr regelmäßige Perlen verwenden. Benutzt man gewöhnliche Rocailles, so sollte man nicht nur innerhalb einer Farbe darauf achten, dass die Perlen gleichgroß sind, sonder auch bei den verschiedenen Farben. Sonst werden manche Reihen später breiter als andere und das gesamte Band wird unregelmäßig.
Besonders gut eignen sich japanische Perlen (Miyukis, TOHOs). Diese gibt es inzwischen auch auf dem deutschen Markt (z.B. Miyukis von Pracht).

Grundlagen

1. Bespannt euren Rahmen mit einem Garn in der passenden Farbe. Ihr benötigt immer einen Faden mehr, als das Armband in Perlen breit ist.
In diesem Fall sind das 7 Fäden für 6 Perlen Breite.

2. Knotet das Ende eines neuen Fadens links an den gespannten Faden an. Fädelt das andere Ende durch euer Nadelöhr.

3. Der Faden sollte hinter den gespannten Fäden entlang gehen. Zieht die 6 Perlen der ersten Reihe auf und legt sie von hinten mit dem Finger gegen die gespannten Fäden, sodass in jeder Lücke eine Perle sitzt.

4. Fahrt mit der Nadel von rechts durch alle Perlen. Achtet darauf, diesmal über den gespannten Fäden zu bleiben.

5. Zieht den Faden straff. Die Perlen ziehen sich zusammen.

6. Fertigt die zweite Reihe genauso wie die erste: Zunächst hinter den gespannten Fäden die Perlen aufziehen.

7. Die Perlen mit dem Finger gegen die Fäden drücken. Achtet darauf, dass jede Perle in ihrer Lücke sitzt, sonst verrutscht das Muster später.
Wichtig ist auch, dass ihr mit der Nadel um den rechts gespannten Faden herumgeht. Das ist hier mit der dunkelgrünen Perle gezeigt: Die Nadel muss ÜBER dem gespannten Faden wieder in die Perle hineingehen.

8. Schiebt jede Reihe nach dem Straffziehen mit der Nadel glatt an die vorhergehende heran.

Einen Webrahmen selbst herstellen

Es ist ganz einfach, einen Webrahmen selbst herzustellen. Sucht euch einen Deckel eines Schuhkartons oder einen Schuhkarton selbst.

Mit einem Cuttermesser schneidet ihr kleine Ritzen in die gegenüberliegenden Seiten des Deckels. Je mehr ihr davon macht umso breiter kann später das Armband werden.

In diese Rillen spannt ihr nun - wie bei jedem anderen Webrahmen auch - die Fäden ein. Damit das Band auch länger werden kann, als der Kartondeckel, lasst ihr die Fäden auf einer Seite einfach locker überstehen. Wickelt sie um einen Stift oder ein Eis-Stäbchen.

Noch eine einfachere Variante ist es, einfach ein Stück Pappe (z.B. von der Rückseite eines Schreibblocks in DIN A4) zu nehmen, ebenfalls oben und unten Schlitze einzuritzen, und den Faden dort einzuspannen (einfach immer wieder umwickeln). Mit beiden Varianten kann man sehr gut arbeiten.






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