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Peyote-Technik - Schritt für Schritt erklärt

Hier könnt ihr lernen, wie die Peyote-Technik funktioniert. Diese Technik eignet sich hauptsächlich für Schmuck: Armbänder, Colliers, Schlauchketten. In Kombination mit anderen Techniken kann man in Peyote auch Perlentiere fädeln.
Ihr findet hier Schritt-für-Schritt-Bilder zu den Grundlagen:

Inhalt:
Flaches Peyote mit einer geraden Anzahl Perlen
  Am Ende der Reihe Perlen abnehmen
  Mitten im Werkstück Perlen abnehmen
  Mitten im Werkstück Perlen zunehmen
Flaches Peyote mit einer ungeraden Anzahl Perlen
Zylinder-Peyote (tubuläres Peyote)
Der Abschluss

Flaches Peyote mit einer geraden Anzahl Perlen

Peyote beginnt immer damit, dass man die ersten beiden Reihen gleichzeitig auffädelt. Erst durch das Anbauen der weiteren Reihen ergibt sich dann das typische, versetzte Muster. Zum Lernen der Technik eignet sich die Wahl einer geraden Anzahl an Perlen von Reihe 1 und 2 (in diesem Beispiel 10 Perlen, also 5 pro Reihe).


1. Wählt einen Faden, mit dem ihr gut arbeiten könnt: Nicht zu lang und nicht zu kurz. Fädelt ihn durch euer Nadelöhr. Zieht nun eine Perle auf und fahrt noch einmal von der gleichen Seite hindurch. Die Perle sollte ca. 10 cm vor dem Ende eures Fadens als „Stopperperle“ sitzen. Zieht nun die weiteren Perlen der ersten beiden Reihen auf. In diesem einfachsten Fall ist das eine gerade Anzahl Perlen.


2. Zieht nun die erste Perle der dritten Reihe auf und fahrt durch die vorletzte Perle zurück (siehe Skizze).


3. Nun zieht ihr immer im Wechsel eine Perle auf und fahrt durch eine weitere Perle der vorherigen Reihen. Die Perlen, die ihr zuerst aufgezogen habt, liegen dabei immer im Wechsel versetzt weiter oben und unten. Nur die oberen Perlen werden beim Einbau der dritten Reihe genutzt. Zum Schluss schaut euer Faden wieder aus der ersten Perle (Stopperperle).


4. Die nächste Reihe wird genauso eingebaut, wie die vorherige. Ihr könnt dazu euer Werkstück wenden, sodass ihr wieder von rechts beginnt - oder ihr fädelt von links aus die neuen Perlen ein.


5. Zieht am Ende der Reihe euren Faden straff. Dreht die Perlen des Anfangsstückes ein bisschen zwischen den Fingern hin und her, sodass sie locker liegen, aber gleichmäßig.


6. Nach ein paar Reihen wird euer Stück dann langsam zu einem ebenmäßigen „Teppich“.


Wenn der Anfang eurer Arbeit sich gerne mal „verheddert“, dann kann es helfen, durch die erste Reihe eine Perlennadel zu schieben.

Am Ende der Reihe Perlen abnehmen

Um am Ende eines Stückes schmaler zu werden, fädelt ihr wie folgt:

Der Faden schaut zunächst aus der letzten Reihe heraus. Fahrt durch die äußere Perle der unteren Reihe zurück (blauer Pfeil) und schiebt die Nadel nun durch die letzte Perle zuletzt gefädelten Reihe (grüner Pfeil). Jetzt könnt ihr die nächste Reihe mit einer Perle weniger als zuvor fädeln (ausgelassene Perle ist gestrichelt gekennzeichnet).

Mitten im Werkstück Perlen abnehmen

Ihr wollt irgendwo inmitten eures Werkstückes schmaler werden? Dies geschieht wie folgt

1. Beim Fädeln der entsprechenden Reihe fahrt ihr einmal durch zwei anstatt eine Perle. Zwischen diesen Perlen (rot) wird keine neue Perle eingebaut.


2. In der nächsten Reihe baut ihr jetzt ganz normal eine neue Perle (blauer Pfeil) ein. Zieht das Ganze straff. Alle weiteren Reihen wie gewohnt arbeiten.

Mitten im Werkstück Perlen zunehmen

Natürlich kann man inmitten des Werkstückes auch breiter werden.

1. Zwischen zwei Perlen werden nun zwei neue Perlen (rot) anstatt nur einer Perle eingebaut.


2. In der nächsten Reihe fädelt ihr wie gewohnt weiter: eine Perle zwischen jede der vorherigen Reihe. Auch zwischen die beiden roten Perlen kommt eine neue Perle (blauer Pfeil).

Flaches Peyote mit einer ungeraden Anzahl Perlen

Natürlich kann man Peyote auch mit einer ungeraden Anzahl Perlen der 1. und 2. Reihe fädeln. Das ist etwas aufwändiger, aber deshalb nicht schwerer.


1. Der Anfang wird ebenso gefädelt, wie bisher auch.

2. Die dritte Reihe wird genauso begonnen, wie beim Peyote mit gerader Perlenzahl. Erst am Ende beginnt der Unterschied: Es gibt jetzt keine Perle, durch die man einfach „umkehren“ kann. Die letzte Perle eurer Reihe (rot) wird dazu genutzt.


3. Fädelt dazu zunächst durch die Perle der unteren Reihe (blauer Pfeil) und folgt dann der Skizze, um zu sehen, durch welche Perlen ihr weiter fädelt. Zum Schluss schaut euer Faden wieder aus der unteren Perle heraus. (Ihr habt so einmal „gewendet“.)


4. Jetzt könnt ihr durch die rote Perle von außen fädeln und die nächste Reihe anschließen. Diese Schritte müsst ihr nun jedes Mal befolgen, wenn ihr auf dieser Seite des Werkstückes angekommen seid. Die andere Seite wird wie gewohnt gefertigt.

Achtet beim Arbeiten darauf, dass ihr euren Faden zwar gleichmäßig straff zieht, aber nicht zu fest, sonst verzieht sich euer Werkstück.

Zylinder-Peyote (tubuläres Peyote)

Mit der Peyote-Technik kann man auch „Schläuche“ beliebiger Größe fädeln.


1. Fädelt einen Kreis ans Ende eures Fadens (nutzt wieder die erste Perle als Stopper-Perle).


2. Fahrt mit der Nadel durch 2 bis 3 Perlen des Kreise noch einmal durch, sodass sich der Kreis wirklich schließt.


3. Jetzt arbeitet ihr, wie beim flachen Peyote auch: Nehmt eine neue Perle auf (blauer Pfeil) und fahrt durch die übernächste Perle des ersten Kreises.
Die weiteren Perlen werden auf dieselbe Weise eingebaut.


4. Zuletzt fahrt ihr durch die Perle, in der ihr die Runde begonnen habt (grüner Pfeil). Nun müsst ihr noch einmal durch die erste Perle der aktuellen Runde fahren (blauer Pfeil). Damit habt ihr die dritte „Reihe“ geschlossen.


5. Die nächste Reihe wird genau wie eben auch gefädelt. Zwischen je zwei Perlen wird eine neue eingebaut.
Jede Runde wird in der Perle beendet, mit der sie begonnen wurde.


Nach ein paar Runden erhält man dann eine Peyote-Röhre.
Für tubuläres Peyote mit einer ungeraden Zahl von Perlen muss man zum Schluss immer durch eine weitere Perle der vorherigen Runde.
Das Prinzip bleibt das gleiche.

Der Abschluss

Wenn ihr das Werk beendet habt, vernäht ihr euren Faden in einigen zurückliegenden Perlen. Schneidet das Ende nah am Werkstück ab, sodass man kein Ende überstehen sieht.
Kehrt nun zu eurer allerersten Perle - der Stopperperle - zurück. Zieht den Faden, den ihr ja zweimal durchgezogen hattet, vom Ende her einmal wieder aus der Perle raus. Zieht ihn durch euer Nadelöhr und vernäht ihn im Werkstück, ebenso wie ihr es mit dem anderen Faden-Ende getan habt.

Alternativ kann man zu Beginn auch irgendeine Perle als Stopperperle auffädeln und erst dahinter mit dem eigentlichen Werk beginnen. Dann muss man zum Schluss nur die Stopperperle als Ganze abfädeln und den Faden vernähen.






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