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Loop Technik - Schritt für Schritt erklärt

Herzlich Willkommen, Neugieriger, der du das Interesse an Perlentieren- und Bäumen entdeckt hast. Hier kannst du die Grundlagen der Loop-Technik (oder auch Schlaufentechnik) Schritt für Schritt lernen. Loop ist englisch und bedeutet „Schlaufe, Schleife, Kringel“. Das Grundprinzip der Technik ist immer dasselbe: fertige eine Schlaufe aus Perlen und verdrehe die Drahtenden. Auf diese simple Weise kann man unzählige Kombinationsmöglichkeiten nutzen, um wunderbare Pflanzen zu erstellen.

Bevor es losgeht

Perlen und Farben wählen

Wenn ihr nach einer vorhandenen Anleitung arbeitet, haltet euch auf jeden Fall an die angegebene Menge an Perlen. Die Farben könnt ihr natürlich individuell anpassen.
Wenn ihr selbst loslegt, nehmt euch am besten ein kleines Gefäß (z.B. ein Marmeladenglas) und gebt dort nacheinander die Farben hinein, von denen ihr denkt, dass sie gut zu eurem Projekt passen. Perlen gut umrühren und eventuell mit variierenden Mengen anpassen, bis ihr mit der Mischung zufrieden seid.

Der Draht

Wählt euren Draht passend zum Baum bzw. zu den Perlenfarben. Bindedraht (0,3mm) eignet sich am besten zum Fertigen der Äste. Es gibt ihn meistens in grün oder braun. Im Bastelfachhandel erhält man aber auch eingefärbten Messing- und Silberdraht in blau, rot, bronze etc.
Eure Drahtlänge sollte so gewählt sein, dass ihr genügend Draht für das Verdrillen bis herunter zum Stamm habt. Bei einem Ast aus 5 Schlaufen mit je 5 Perlen sind das mindestens 80 cm Draht. Für größere, hängende Äste, z.B. bei einer Trauerweide, solltet ihr bis zu 1,5m pro Ast einplanen - je nachdem, wie groß der Baum werden soll und wie viele Äste er haben wird.

Weiteres Material

Fertiggestellte Bäume könnt ihr auf vielerlei Art zur Schau stellen: In kreativen Blumentöpfen, auf Holzscheiben, Steinen oder in Glasschalen. Dekoriert den Untergrund mit Kieseln, Islandmoos, Holz, kleinen Figuren, Glassteinchen und und und…
Zum Befestigen eignet sich eine Heißklebepistole sehr gut, da der Klebstoff sofort fest wird und ihr nichts lange in Position halten müsst. Zum Verschönern der Baumstämme könnt ihr noch Flora-Krepp besorgen (mehr dazu später).



Grundlagen

Gegenüberliegende Schlaufen

Zieht die entsprechende Anzahl Perlen pro Schlaufe in die Mitte eines Drahtes. Meistens besteht eine Schlaufe aus 4-6 Perlen, es gibt aber auch Anleitungen mit mehr Perlen.

Biegt die Drahtenden um, sodass eine Schlaufe entsteht. Greift die Drähte mit Daumen und Zeigefinger der einen (hier rechten) Hand so, dass die Perlen ca. 1,5-2 cm von euren Fingern entfernt sind.

Greift mit der anderen (hier linken, nicht auf dem Foto abgebildeten) Hand nach den Perlen, sodass ihr alle Perlen erfasst habt, und verdreht die Schlaufe 5-6 mal, sodass eine gleichmäßige Verzwirbelung der Drähte entsteht. Nicht zu oft drehen, dann bricht der Draht! Die Perlen müssen nicht bombenfest auf der Schlaufe sitzen, sie dürfen auch leicht beweglich sein.

Auf ein Drahtende nehmt ihr weitere Perlen auf. Biegt den Draht so um, dass die Perlen wieder 1,5-2 cm von der letzten Kreuzung abstehen.

Fahrt nun genauso fort, wie bei der ersten Schlaufe: Greift mit Daumen und Zeigefinger der der rechten Hand die Kreuzungsstelle und verdreht die Schlaufe mit der linken Hand. Die Kreuzungsstellen sollten sich nun treffen.

Wendet euren Ast und fügt neue Perlen auf den anderen Draht. Diese Schlaufe wird genauso gefertigt wie die zweite. Zum Schluss habt ihr 3 Schlaufen, deren Kreuzungsstellen sich in der Mitte treffen. Verdreht die beiden Drahtenden von dieser Stelle aus auf 1,5-2 cm.
Von dort aus fügt ihr zwei weitere Schlaufen nach demselben Prinzip an. Euer Ast sollte nun aussehen, wie auf dem Foto rechts.



Versetzte Schlaufen

Ihr könnt die Schlaufen auch immer im Wechsel mit etwas Abstand anbringen. Dazu nach der 2. Schlaufe die Drahtenden zunächst ein Stückchen miteinander verdrillen.

Nehmt neue Perlen auf einen Draht auf und legt ihn zu einer Schlaufe. Haltet die Kreuzungsstelle mit den Fingern fest und verdrillt die Schlaufe nach demselben Prinzip, wie zuvor.

Eure Schlaufen sind nun versetzt angebracht.

Fügt die neuen Schlaufen immer im Wechsel auf jeder Seite an, bis euer Ast die gewünschte Anzahl Schlaufen hat. Je mehr Schlaufen ihr macht, umso schwerer wird der Ast später. Das bedeutet, dass er entweder herunterhängen wird, oder dass ihr im Nachhinein zusätzlichen Stützdraht anbringen müsst.



Äste zusammenbringen

Die einzeln gefertigten Äste werden nach und nach miteinander verdreht. Dazu nimmt man zwei oder mehr Äste und legt sie übereinander. Nun hält man eine Stelle ca. 1-2 cm oberhalb der letzten Kreuzungsstelle der Schlaufen fest und verdreht die Drähte miteinander, bis mindestens 1 cm neuer (verbundener) Ast entstanden ist.
Auf diese Weise werden alle Äste verarbeitet. Nach und nach nimmt man von den neu entstandenen Zweigen wieder zwei oder mehr zusammen und verdreht sie erneut.
Dies macht man solange, bis alle Äste verarbeitet sind.
Wenn viele Drähte zusammen kommen, kann es schwierig werden, sie zu verdrehen. Hier kann eine Zange helfen. Alternativ kann man aber auch die weiteren Äste bzw. den Stamm anders fertig stellen (siehe weiter unten). Als Abstand zwischen den jeweiligen Kreuzungsstellen der Äste eignen sich Längen von 1-3 cm. Sehr lange Äste sollten weiter auseinander stehen, damit sich die Äste nicht zu sehr verhaken.
Nach dem Befestigen des Baumes solltet ihr immer die Äste in Form bringen. Es bleibt nicht aus, dass sie sich beim Verdrehen der Äste verhaken. Trennt sie voneinander, dann wirkt euer Baum plastisch und lebendig.



Gestalten

Blätter biegen

Eine Möglichkeit, eure Zweige zu variieren, liegt darin, die einzelnen Schlaufen nach unten zu biegen. Insbesondere bei sehr langen Ästen erzielt ihr dadurch optisch eine realistischere „Schwerkraft“-Wirkung.

Versetzte Schlaufen: links normal vom Ast abstehend, rechts nach unten abgewinkelt

Gegenüberliegende Schlaufen: links normal vom Ast abstehend, rechts nach unten abgewinkelt



Den Stamm formen

Es gibt 3 gängige Wege, den Stamm des Baumes zu formen. Allen Varianten ist gleich, dass ihr zum Schluss die Drähte wieder zu ca. 5 Einzelsträngen („Wurzeln“) aufteilt und diese auseinander biegt, damit der Baum Halt hat.

Variante 1: Drähte einfach verdrehen
Diese Möglichkeit eignet sich vor allem bei kleinen Bäumen mit wenigen Ästen. Legt jeweils die Äste zusammen und verdreht die Drähte bis zur nächsten Kreuzung. Dann nehmt ihr weitere Äste dazu und verdreht die neuen Drähte gemeinsam mit den alten weiter. Die Drähte immer nur bis zum nächsten Ansatz verdrehen, nie bis zum Ende des Drahtes, sonst wirkt der Stamm am Ende sehr unordentlich!
Je mehr Drähte zusammen kommen, umso schwieriger wird es. Auf dem letzten Bild seht ihr noch mal die Aufteilung der Drähte in die Wurzeln.

Variante 2: Umwickeln
Die einzelnen Äste und zum Schluss der Stamm werden mit Bindedraht direkt von der Rolle eng und gleichmäßig umwickelt.
Diese Technik kann man bei allen Bäumen anwenden, ganz gleich welche Größe sie haben.

Variante 3: Mit Kreppband umwickeln
Einen schönen Effekt erzielt ihr mit Tapband (Flora-Kreppband, durch Langziehen des Bandes wird ein Klebstoff freigesetzt, der es selbstklebend macht). Umwickelt die Äste und den Stamm (mehrmals) mit diesem Band. Die Drähte darunter braucht ihr nicht verdrillen, nur leicht verdrehen oder mit etwas Bindedraht leicht aneinander fixieren. Das Kreppband gibt es in grün und braun und verschiedenen Breiten.






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