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Gegenfädeltechnik - Schritt für Schritt erklärt

Herzlich Willkommen, Neugieriger, der du das Interesse an Perlentieren entdeckt hast. Hier kannst du die Grundlagen des Perlentiere-Bastelns Schritt für Schritt lernen.

Perlenfädeln allgemein

Die grundlegende Arbeitstechnik ist meistens die gleiche:
Die Perlenfiguren bestehen aus Reihen, die aneinandergelegt werden.

Man nimmt zunächst die Anzahl Perlen der ersten und zweiten Reihe auf und schiebt sie bis zur Mitte der Schnur (Draht oder Perlonfaden).

Dann nimmt man ein Ende des Drahtes und fädelt es von hinten durch die Perlen der zweiten Reihe zurück.

Durch das Festziehen beider Enden legt sich die zweite Reihe parallel an die erste an.

Nach und nach fädelt man so die weiteren Reihen auf. Die Perlen werden auf die eine Schnur aufgereiht, die andere zieht man gegengleich durch.

Auf diese Weise entsteht eine Art flacher „Teppich“. In Anleitungen wird er wie unten gezeigt dargestellt. Dabei beginnt man immer mit der ganz oben abgebildeten Reihe. So werden häufig Arme, Beine, Flügel oder Ohren hergestellt.


Dreidimensionalität

Damit die Körper der Perlentiere plastisch werden, braucht man etwas Feingefühl. Im Grunde ist es jedoch ganz einfach: Die aufgefädelten Reihen der Körper werden immer im Wechsel nach oben und unten gelegt, sodass im Inneren ein Hohlraum entsteht.
Wenn man Draht verwendet, sollte man immer mal mit einem Stift oder den Fingern den Hohlraum „ausformen“. Bei der Verwendung von Nylonfaden entsteht der Hohlraum von selbst beim Straffziehen.



Die Striche in den Anleitungen kennzeichnen jeweils das Ende einer unteren Reihe (hier blau). Ich kennzeichne bei den Anleitungen die Zahl der Reihen, damit man sich leichter merken kann, wo man gerade arbeitet.

Wenn man mit Draht arbeitet, sollte man darauf achten, dass man ihn nicht zu oft hin- und herbiegt, denn dann wird er brüchig. Sowohl Perlonfaden wie auch Draht müssen immer gut fest gezogen werden (Achtung: Draht reißt schnell!), damit die Figuren nicht zu locker werden und später auch stehen können.
Man erkennt das Gelingen daran, dass sich an der Seite des Körpers eine gleichmäßige Zick-Zack-Linie der Schnur bildet.

Stärkere Krümmungen

Es gibt Tiere, bei denen ist eine stärkere Krümmung z.B. von Hals oder Rücken notwendig, als man es durch normale Variationen erreichen kann. Hier wendet man eine besondere Technik an: Das Einfügen einer zusätzlichen Reihe (oder auch Weglassen einer Reihe, je nach Blickweise).


Dazu fädelt man eine Reihe (orange) zunächst ganz normal auf ein Drahtende auf. Danach schiebt man dieses Drahtende durch die vorletzte Reihe (blau) noch einmal durch, sodass es am Ende wieder dort rausschaut.


Dann fädelt man ganz normal weiter. Die nächste reihe wird auf dieselbe Seite gelegt, wie die eben gefädelte Reihe. Die zusätzliche Reihe wurde sozusagen „eingeschoben“ bzw. ihre eigentliche Gegenreihe wurde ausgelassen.
Auf diese Weise erhält man eine Krümmung des Körpers.



In den Anleitungen wird dieses Verfahren verschieden dargestellt. Manchmal ist einfach eine Reihe ausgelassen (nicht eingezeichnet), manchmal sind auch Pfeile eingezeichnet, die einem sagen, dass man durch die vorherige reihe noch einmal fädeln soll.
Bei den Perlentieren wird die Reihe natürlich nicht farbig hervorgehoben, dies dient hier lediglich zur Veranschaulichung.






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