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Gegenfädeltechnik - Schritt für Schritt erklärt

Herzlich Willkommen, Neugieriger, der du das Interesse an Perlentieren entdeckt hast. Hier kannst du die Grundlagen des Perlentiere-Bastelns Schritt für Schritt lernen.

Abschluss bilden

Wenn man einen Abschnitt fertig hat, muss man mit dem restlichen Draht oder Nylonfaden ja irgendwas machen.

Nylonfaden:

Wenn man z.B. den Körper fertig hat, dann schauen die Enden des Fadens aus der letzten Perlenreihe raus. Den einen Faden führt man durch die vorletzte Reihe zurück, sodass nun beide Enden auf einer Seite sind. Dann verknotet man sie und zieht sie dabei gut straff. Man sollte mindestens 5-7 Knoten machen. Dann schneidet man die Enden 2-4 mm vom Knoten entfernt ab. Mit der Flamme eines Feuerzeugs kann man sich nun den Enden vorsichtig nähern. Sie beginnen, zu schmelzen und sich „zurückzuziehen“, bis sie auf den Knoten treffen. Dort das Feuerzeug wegnehmen. Die Enden haben sich nun verdickt, sodass der Knoten nicht aufgehen kann. Am besten vorher üben.

Draht:

Für Draht gibt es verschiedene Varianten, einen Abschluss zu bilden. Ich stelle euch hier 3 Mögichkeiten vor.

1. Rückfädeltechnik

Die Drahtenden schauen nach Beendigung der letzten Reihe aus dieser heraus.

Jetzt führt man die Enden durch die vorletzte Reihe derselben Seite (hier dunkelblau) wieder zurück.

Wenn man das mit beiden Drähten gemacht hat, gibt es einen zusätzlichen Steg an der Seite der Arbeit.

Man kann das ganze ruhig noch einmal wiederholen. Dadurch wird das Ganze stabiler.

Am Ende knipst man die überstehenden Drähte ganz nah an den Perlen mit einem Nageknipser ab. Besonders gut eignet sich diese Technik bei schmalen Beinen, da diese so mehr Stabilität erhalten.


2. Verdrillen

Nach Beendigung des Werkes schauen beide Drahtenden je auf einer Seite aus der letzten Reihe heraus (letzte Reihe ist hier dunkelblau). Mit einem Drahtende fädelt man nun durch die zuvor aufgefädelte Reihe zurück (hier hellblau).

Jetzt beginnt man, die Drahtenden miteinander zu verdrehen.

Die Enden sollten richtig fest verdrillt werden und die "Gabelung" sollte sehr eng bei den Perlen liegen. Eine Pinzette ist hier sehr hilfreich.

Schließlich knipst man die Drähte ab, sodass noch 2-3 mm Verdrillung übrig bleiben. Dieses kleine Stück biegt man eng an die Perlenreihen heran oder schiebt es dazwischen.


3. Einhaken

Für diese Variante nimmt man sich eines der beiden Drahtenden und schiebt es, wie auf dem Bild zu sehen, unter den letzten Drahtsteg.

Den Draht vorsichtig durchziehen.

Beim Festziehen entsteht eine kleine Schlinge um den Steg.

Diesen Vorgang wiederholt man, damit die Arbeit nicht wieder aufgehen kann.

Mit dem anderen Drahtende verfährt man ebenso. Drahtenden abknipsen, fertig.
Diese Variante ist besonders bei flach gefertigten Tieren oder bei Reihen mit vielen Perlen geeignet, weil man hier nicht noch einmal durch die Reihe hindurch muss.






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