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Schritt für Schritt: kleine tollpatschige Kücken

Anleitung


Ich dachte mir, zum Frühling passt ein kleines Kücken ganz gut, auch wenn Ostern schon vorbei ist.
Die vollständige Anleitung für das Kücken gibt es als PDF zum Download: Hier

Schritt für Schritt

Für alle Neulinge unter euch, die das kleine Kücken gerne ganz von vorne nachbasteln möchten und die Anleitung noch nicht ganz nachvollziehen können, kommt hier eine Schritt-für-Schritt Erklärung. Ihr solltet euch die vollständige Anleitung trotzdem daneben legen. Wenn ihr noch nie Perlentiere gefädelt habt, dann lest euch vorher noch die Grundanleitung durch.

Material:

Ihr benötigt Rocailles mit einem Durchmesser von 2,6mm in gelb, orange, sowie für die Augen ein Paar in schwarz. Außerdem braucht ihr 1 Stück Draht (80 cm lang) und 2 kürzere Stückchen für die Beine (je 30 cm lang).
Zum Arbeiten empfiehlt sich noch eine Pinzette, eine Schere (Nagelschere) und zum Schluss ein Nagelknpiser (siehe Bild weiter unten).

Der Körper:

Zu Beginn fädelt ihr die Perlen der ersten beiden Reihen in die Mitte des langen Drahtes und führt eines der Enden gegengleich durch die 2 Perlen der 2. Reihe. Diese Technik des gegengleichen Auffädelns von Perlenreihen gab der Technik den Namen "Gegenfädeltechnik".

Die dritte Reihe wird ebenso aufgefädelt. Um die dreidimensionale Form zu erhalten, legt man die dritte Reihe nun leicht versetzt wieder in Richtung der ersten Reihe. Bereits jetzt hat man "oben" und "unten" des Kückens festgelegt: Die 1. und 3. Reihe zeigen nach unten, die 2. Reihe liegt oben.
In der Anleitung wird jeweils durch einen waagerechten Strich gekennzeichnet, dass die nächste Reihe oben liegen muss.

Von hinten betrachtet sieht das Ganze jetzt so aus. Die erste Reihe "versteckt" sich hinter den anderen beiden Reihen.

In der 4. Reihe fädelt man die 2 schwarzen Perlen für die Augen ganz normal mit auf. Die Reihe wird wieder nach oben gelegt und mit dem Finger oder der Pinzette (ein Stift tut es auch) leicht rund gebogen, damit sie sich gleichmäßig an die vorherigen Reihen anlegt.
Der Pfeil zeigt, wo wir uns gerade innerhalb der Anleitung befinden (links steht die Reihennummer, rechts steht die Anzahl der aufzufädelnden Perlen).

Auf diese Weise legt man auch Reihe 5 und 6 im Wechsel nach unten und wieder nach oben. Man sollte darauf achten, dass man die Drahtenden nach jeder Reihe gut straff zieht, damit keine großen Lücken entstehen (siehe roter Kreis). Wenn eine Reihe aus sehr vielen Perlen besteht und die vorherige nur aus wenigen, wie hier, kann das etwas mühsam sein.
Meistens kann man diese lockeren Stellen straffer ziehen, wenn man die nächste Reihe aufgefädelt hat und die Drahtenden jetzt vorsichtig straff zieht. Die Lücke wird kleiner.

Auf diese Weise den Kopf des Kückens weiter arbeiten.
Die unteren Reihen des Bauches sollte man nach jedem Arbeitsschritt schön rund biegen. So bekommt das Kücken gleich eine schöne Form und es ist leichter, die Drähte straff zu ziehen.

In der 13. Reihe werden die 10 Perlen des Bauches aufgefädelt. Bevor man sie straff zieht, muss man jedoch einen der Extradrähte für die Beine durch die mittleren 4 Perlen ziehen.

Erst jetzt kann man die Reihe selbst straff ziehen. Dabei wieder darauf achten, den Bauch rund auszuformen. Die Drähte für die Füße schauen jetzt nach unten aus dem Tier heraus.

In der 15. Reihe wird der zweite Beindraht auf die gleiche Weise eingezogen. Jetzt schauen schon 4 Drähte unten aus dem wachsenden Kücken heraus.

Mit dem Körperdraht fädelt man alle weiteren Reihen auf. Straff ziehen nicht vergessen. Wenn ihr die Anleitung genau befolgt habt, sieht das Kücken jetzt folgendermaßen aus:

Die beiden Körperdrahtenden schauen aus der letzten gelben Perle raus. Für einen stabilen Abschluss führt man die Drahtenden je durch die letzte Reihe (2 Perlen) noch einmal durch. Man fädelt sozusagen einfach ein Stück des noch einmal rückwärts.

Jetzt schauen beide Drahtenden aus der vorletzten Reihe heraus. Mit dem Nagelknipser kann man sie ganz nah am Körper einfach abknipsen.
Eine andere Variante wäre es, nur eines der Drahtenden durch die vorletzte Reihe zu führen. Dann schauen beide Drahtenden auf derselben Seite aus dem Körper und man kann sie mit einer Pinzette kurz verdrillen (ca. 2-3 mm lang). Auch hier die Drahtenden abknipsen und dann das kurze verdrillte Stück ein bisschen zwischen den Reihen verstecken.

Die Beine:

Aus dem fertigen Kücken-Körper schauen jetzt noch 4 Drähte heraus. Mit diesen werden die Beine gefädelt.

Dreht das Kücken auf den Rücken. Die zwei Drahtenden, die zur gleichen Seite aus dem Körper schauen, werden je für 1 Bein verwendet. Fädelt auf einen Draht 2 Perlen auf und führt den anderen Draht gegengleich durch. Seid beim Straffziehen vorsichtig, es kann passieren, dass ihr den Draht sonst aus dem Körper rauszieht.

Wie auch schon beim Körper wird die zweite Reihe (hier nur 1 Perle) für die Dreidimensionalität nach innen gelegt.

Die 3. Reihe (auch nur 1 Perle) wird wieder nach außen gelegt. Die Drahtenden ragen jetzt nach vorne zum Kopf und nach hinten zum Schwanz aus der Perle heraus.

Mit dem hinteren Draht fädelt man 2 Perlen auf. Dann nimmt man das Ende und fädelt es nur durch die 1. Perle wieder zurück, sodass ein kurzer Perlenstab entsteht.

Mit dem vorderen Draht fädelt man auf diese Weise Perlenstäbe aus je 3 Perlen. Hier der erste Perlenstab: 3 Perlen auffädeln, dann den Draht durch alle Perlen bis auf die letzte Perle wieder zurückfädeln. Das ganz direkt am Bein gut straff ziehen.

Auf dieselbe Weise wird die 2. Zehe gefertigt.

Nun noch die 3. Zehe auffädeln. Die beiden Drahtenden werden jetzt straff miteinander verdrillt und abgezwickt. Fertig ist der erste Fuß.

Der zweite Fuß wird auf dieselbe Weise gefertigt. Zu Beginn muss man jedoch aufpassen. Zieht man die erste Reihe zu straff, dann öffnet man damit einen Spalt zwischen den Bauchreihen (siehe Pfeil). Diese Lücke ist später nicht sehr schön.
Die erste Reihe lieber nicht zu straff ziehen, sondern vorsichtig an den Körper heranziehen. Dann die weiteren Reihen und die Zehen wie gehabt arbeiten.

Fertig ist das kleine Kücken. Biegt euch die Zehen noch ein wenig gerade, sodass es gut stehen kann.
Ich hoffe ihr hattet Spaß mit der Anleitung.






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